Zukunftswerk
Bei der Lerneinheit Zukunftswerk geht es um eine Auseinandersetzung mit Themen und Räumen menschlichen Handelns und Seins im Hinblick auf Nachhaltigkeitsfragen, wobei Fachdisziplinen ihre jeweils spezifischen Schwerpunkte setzen können.
Zukunftswerk zielt auf die Entwicklung und Stärkung von Nachhaltigkeitskompetenzen, ohne Vorwissen in Nachhaltigkeitsthemen vorauszusetzen. Auch Einheitlichkeit in Bezug auf die disziplinären und sozio-kulturellen Hintergründe der Studierenden ist nicht erforderlich – unterschiedliche Wissensstände und Perspektiven bieten vielmehr das Potenzial für besonders reichhaltige Lernerfahrungen. Im Zentrum steht das mehrstufige Erarbeiten geteilter Visionen zu einem disziplinrelevanten Themenfeld.
Die Lerneinheit ist für zwei bis drei 90-minütige Sitzungen konzipiert und lässt sich in Lehrveranstaltungen unterschiedlicher Formate und Studiengänge integrieren (max. 25 Studierende). Zukunftswerk kann innerhalb einer Lehrveranstaltung sowohl als separater Exkurs als auch als Einheit, auf die sich weitere Sitzungen vor- und/oder nachbereitend beziehen, fungieren. Der Zeitaufwand für Dozierende beschränkt sich auf die thematische Anpassung an ihre Lehrveranstaltung, die Arbeit im Präsenzunterricht und die Bewertung der potenziellen Leistungsnachweise.
Methodisch verbindet Zukunftswerk Lernaktivitäten des «experience-based learning framework» (Caniglia et al., 2016) mit Ansätzen des Kritischen Kartierens (Orangotango, 2012) und umfasst vier Lernaktivitäten:
- Vision Creation
- Mental Mapping
- Explorativer Spaziergang
- Kritisches Gestalten
Jede der vier Aktivitäten besteht aus einer Einführung, der Umsetzung der Übung und einer anschliessenden gemeinsamen Reflexion. Der Reflexion kommt dabei durchgehend eine zentrale Rolle zu – sowohl mit Blick auf die Methode, das Erlernte und die entwickelten Visionen als auch im Sinne einer Selbstreflexion.
Am Ende der Lerneinheit reflektieren die Studierenden eigene Wahrnehmungen, Werte und Handlungen und bemühen sich diejenigen anderer zu verstehen; erleben Lernen als kollaboratives Unterfangen und setzen dieses um; formulieren und gestalten gemeinsam nachhaltige Ziele/Zukünfte und Transformationspfade, also neue Wege für Transformation in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung.
